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Mittwoch, 04 März 2020 00:50

Erster Fall in Sachsen

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Es gibt den ersten bestätigten Fall einer Infektion mit dem Coronavirus in Sachsen. Unter den 35 Personen des Landkreises Sächsische Schweiz-Osterzgebirge, die gemeinsam mit einer Person aus der Region Hannover, bei der mittlerweile eine Infektion mit dem Coronavirus diagnostiziert wurde, von Italien nach Deutschland gereist sind, hat sich bisher ein Verdachtsfall bestätigt.

Bei einem 67-Jährigen aus dem Landkreis Sächsische Schweiz/Osterzgebirge war ein Rachenabstrich genommen worden. Der Test bei der Landesuntersuchungsanstalt LUA hatte ein positives Ergebnis auf das Virus SARS-CoV-2 ergeben. Der Untersuchte zeigte keine Symptome.

Die Zusammenarbeit der Gesundheitsämter in Hannover und Sachsen hat über Ländergrenzen hinweg funktioniert. Nachdem der Niedersachse positiv auf das Coronavirus getestet worden war, wurden alle Informationen sofort aus Hannover nach Sachsen übermittelt. Das Gesundheitsamt hatte mit allen Busreisenden und somit auch mit der betroffenen männlichen Person umgehend Kontakt aufgenommen. Der erweiterte Personenkreis, mit welchem die positiv getestete Person Kontakt hatte, wird durch das Krisenzentrum des Landkreises ermittelt. Weitere Beprobungen werden durch den Landkreis durchgeführt.

Die betroffene Person befindet sich bereits in häuslicher Quarantäne. Der aktuelle Gesundheitszustand der mit dem Corona-Virus diagnostizierten Person ist stabil.

Im Landkreis Meißen gibt es derzeit noch keinen Fall einer Infektion mit dem Coronavirus. Alle Verdachtsfälle erwiesen sich als Influenzaerkrankungen mit den bekannten Viren. Ungeachtet dieser bislang positiven Situation ist der Landkreis Meißen auf den ersten wie weitere "Fälle" vorbereitet. So auch die Elblandkliniken, wo in begründeten Verdachtsfällen gemäß der Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts entsprechende Schutzmaßnahmen und die Diagnostik beim Patienten initiiert werden. Zudem werden an den drei Klinikstandorten Meißen, Radebeul und Riesa Isoliermöglichkeiten vorgehalten. Klinikvorstand Frank Ohi erklärt: „Wir stimmen uns engmaschig mit dem Gesundheitsamt des Landkreises ab und entscheiden gemeinsam über die Vorgehensweise und die Behandlung der Patienten.“ Wichtig, so auch Frank Ohi, sei aktuell das konsequente Befolgen der Hygieneregeln.

Weitere Informationen

  • Quelle: Landratsamt Meißen, 01662 Meißen - www.kreis-meissen.org

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