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Freitag, 03 März 2017 00:12

Baumesse HAUS im Zeichen des Baubooms

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Freistaat fördert Eigentumserwerb von Familien und barrierefreies Wohnen
 
Innenstaatssekretär Dr. Michael Wilhelm hat heute in Dresden die Baumesse HAUS – die größte regionale Baumesse Deutschlands – eröffnet. Die Messe steht unter der Schirmherrschaft von Staatsminister Markus Ulbig. Staatssekretär Dr. Wilhelm hat die Baumesse als Erfolgsgeschichte „Made in Saxony“ bezeichnet.

Der Umsatz im Bauhauptgewerbe hat in Sachsen von Januar bis November 2016 gegenüber dem Jahr 2015 um 7,5 Prozent zugelegt. Mit einem Plus von 14,5 Prozent geht der stärkste Zuwachs auf den Wohnungsbau zurück. Die Zahl der Baugenehmigungen für Wohnungen in Sachsen hat sich in den Jahren 2012 bis 2015 nahezu verdoppelt. 2012 wurden Genehmigungen für 5.720 und 2015 für 11.388 Wohnungen erteilt.

Staatssekretär Dr. Wilhelm: „Bauen im Freistaat boomt. Das ist gut so. Mit 34 Prozent durchschnittlicher Wohneigentumsquote hat Sachsen noch Nachholbedarf. Der Bundesdurchschnitt beträgt 46 Prozent, der europäische Durchschnitt liegt bei etwas über 70 Prozent. Mit unseren neuen Förderprogrammen schaffen wir neue Möglichkeiten für den Eigentumserwerb, gerade auch für Familien.“

Förderprogramme:
Vor wenigen Tagen hat die Staatsregierung die Richtlinie „Familienwohnen“ beschlossen. Familien mit mindestens einem Kind unter 18 Jahren können ab Mitte März 2017 diese Unterstützung bei der Sächsischen Aufbaubank – Förderbank - (SAB) beantragen, wenn sie ein Eigenheim oder eine Eigentumswohnung bauen oder erwerben möchten. Das Darlehen hat familienfreundliche Konditionen und gibt finanzielle Planungssicherheit. So ist der günstige Zinssatz von 0,75 Prozent pro Jahr über die gesamte Laufzeit von 25 Jahren festgeschrieben. Gleichzeitig wird die Gesamtfinanzierung dadurch erleichtert, dass das Darlehen geringeren Anforderungen bei der grundbuchrechtlichen Absicherung unterliegt.

Eine weitere Richtlinie, deren Umsetzung für diesen Sommer geplant ist,  fördert den barrierefreien bzw. barrierearmen Bau und Umbau von Wohnungen. Der Anteil von Menschen über 65 Jahre steigt bis zum Jahr 2030 auf ca. 30 Prozent. Aber auch für Menschen mit Behinderungen und für Familien werden mehr barrierearme Wohnungen benötigt.

Die Richtlinie zur Förderung von Wohnraumanpassungen für mobilitätseingeschränkte Mieter und Eigentümer ist in Vorbereitung und soll ebenfalls in diesem Sommer in Kraft treten. In Planung ist außerdem eine Richtlinie zur Förderung von altersgerechtem Mietwohnungsumbau. Die Förderung soll sicherstellen, dass die seniorengerechten Wohnungen gerade auch von  einkommensschwächeren Senioren bezahlt werden können.

Ein dritter Schwerpunkt ist die Förderung von mietpreis- und belegungsgebundenen Wohnungen. Die Richtlinie gebundener Mietwohnraum wurde Ende 2016 in Kraft gesetzt. Hiernach werden Zuschüsse bei der Schaffung von mietpreis- und belegungsgebundenem Mietwohnraum in Gemeinden mit Wohnungsengpässen im Niedrigmietbereich ausgereicht. Hierzu müssen die Städte bestimmte Kriterien erfüllen, wie z. B. sehr geringer Leerstand und überdurchschnittliche Mieten. Das Innenministerium befragt seit 2012 jährlich alle sächsischen Kommunen, ob Interesse an belegungsgebundenem Wohnraum besteht.
Damit sich auch in diesen Städten Menschen mit geringem Einkommen eine Wohnung leisten können, erfolgt dort ab diesem Jahr eine Förderung des sozialen Wohnungsbaus im klassischen Sinne, d. h. mit Mietpreis- und Belegungsbindungen. Die Richtlinie gebundener Mietwohnraum wurde Ende vergangenen Jahres in Kraft gesetzt. Erste Anträge sind bereits eingegangen.

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