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Dienstag, 19 September 2017 02:53

Sachsens Kulturdenkmäler ab sofort im Internet veröffentlicht

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Ulbig: „Wertvolle Übersicht und aktuelle Informationen über Sachsens reichen Denkmalbestand“
 
Unter Vorsitz von Innenminister Markus Ulbig hat heute die Sitzung des sächsischen Denkmalrates im Domstift in Bautzen stattgefunden. Dabei ging es schwerpunktmäßig um die Vorstellung der Kulturdenkmalliste, die erstmals online eine Recherche nach Kulturdenkmalen im Freistaat Sachsen ermöglicht. Bei dem Treffen standen außerdem die sächsischen Welterbebewerbungen und die Vorstellung des Görlitzer Modells „Stadtumbau-Matrix“ auf der Tagesordnung.

Innenminister Markus Ulbig: „Sachsen ist reich an kulturellen Denkmälern, die erstmals in einer Kulturdenkmalliste online verfügbar sind. Mit Text, Kartierung und Fotografien bietet die Liste Fachleuten und Interessierten eine wertvolle Übersicht und aktuelle Informationen über Sachsens Denkmalbestand.“

Das Landesamt für Denkmalpflege (LfD) hat die Liste der Kulturdenkmale erstellt. Es handelt sich dabei um ein nachrichtliches Verzeichnis der Kulturdenkmale im Freistaat Sachsen, das die Grundlage für den Schutz und die Pflege bildet. Sowohl Eigentümer und Kaufinteressenten als auch Stadtplaner und Architekten erhalten auf diese Weise einen einfachen Zugang zu Fachinformationen. Die Denkmalliste wird durch Präzisierungen, Neuaufnahmen oder Streichungen regelmäßig aktualisiert. Eine Online-Recherche nach Kulturdenkmalen kann entweder über die Denkmalkarte oder über eine Suche in der Denkmalliste erfolgen. Die Kulturdenkmalliste findet sich hier: https://lsnq.de/denkmalkarte

Ein weiteres Thema betraf den aktuellen Stand der Vorbereitungen des sächsisch-tschechischen Welterbeprojektes „Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří". Dieses soll Ende September dieses Jahres dem UNESCO-Welterbezentrum zur Vollständigkeitsprüfung, Ende Januar kommenden Jahres zur erneuten Nominierung vorgelegt werden.

Außerdem berichtete die Landesarchäologin Dr. Regina Smolnik dem Denkmalrat über forensische Archäologie und über die erfolgreiche Kooperation zwischen der Polizei Sachsen und dem Landesamt für Archäologie Sachsen.

Ausführlich diskutierten die Mitglieder des Denkmalrates auf Anregung des Sächsischen Städte- und Gemeindetages über die Praxis im Vollzug des Denkmalschutzrechts sowie über Verfahren und Maßstäbe zum Interessenausgleich zwischen Eigentum, Stadtplanung und Denkmalpflege. Einigkeit besteht darin, dass es am Anfang jedes Vorhabens mit denkmalpflegerischer Relevanz eines frühzeitigen, umfassenden und vertrauensvollen Austausches zwischen allen Beteiligten bedürfe. Außerdem gab es ein Gespräch mit dem Beauftragten der Sächsischen Staatsregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen, Stephan Pöhler.



Zum Denkmalrat:

Der Denkmalrat soll in allen denkmalpflegerischen Fragen von grundsätzlicher Bedeutung gehört werden. Er besteht aus 13 ehrenamtlich tätigen Mitgliedern, zu denen Vertreter der Kirchen, der Kommunalen Landesverbände, der Kulturdenkmaleigentümer, der Wirtschaft, der Universitäten sowie eines Heimatschutzverbandes gehören. Aufgrund des Amtes sind die Landeskonservatorin und Landesarchäologin sowie der Landesdirektionspräsident und ein Vertreter der staatlichen Hochbauverwaltung in dem Gremium vertreten. Vorsitzender ist der sächsische Innenminister. In der Regel kommt der Denkmalrat einmal jährlich zu einer Sitzung zusammen.

Weitere Informationen

  • Quelle: SMI - Sächsisches Staatsministerium des Innern
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