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Mittwoch, 03 Februar 2021 00:14

Yes, Katjes will Haribo-Standort in Wilkau-Haßlau!

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Auf Initiative von Wirtschaftsminister Dulig prüft Katjes die Übernahme des sächsischen Werks – 150 Beschäftigte können hoffen 
 
Für die 150 Beschäftigten des Haribo-Werkes in Wilkau-Haßlau (Landkreis Zwickau) gibt es eine klare Perspektive! Haribo-Konkurrent Katjes aus Emmerich am Rhein möchte das Werk übernehmen.

Wirtschaftsminister Martin Dulig: »Ich habe Katjes gebeten zu prüfen, ob das sächsische Werk nicht in das eigene Unternehmen passt.
In Verantwortung für die 150 Arbeitsplätze in Wilkau-Haßlau, für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und deren Familien sowie für den Wirtschaftsstandort, habe ich den vergangenen Wochen mit der Geschäftsführung von Katjes viele gute und intensive Gespräche geführt. Katjes will den Kauf des Standortes prüfen, wenn eine Produktion ihrer vegetarischen Produkte in Wilkau-Haßlau möglich ist.«

Der Kontakt zur Geschäftsführung des Konkurrenten von Haribo vermittelten der SPD-Bundesvorsitzende Norbert Walter-Borjans und die ehemalige Bundesumweltministerin Barbara Hendricks. Minister Dulig: »Ich danke beiden sehr, dass sie sich persönlich für die Beschäftigten in Sachsen eingesetzt und geholfen haben, Katjes ernsthaft für Wilkau-Haßlau zu interessieren.«

Dulig: »Ich erwarte von Haribo, nun zügig mit Katjes in Verhandlungen zu treten, damit die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter schnellstmöglich wieder ihre Arbeit aufnehmen können und der Gummibärchenstandort in Wilkau-Haßlau wieder eine klare Zukunftsperspektive hat.«

Hintergrund:

Die Produktion von Süßigkeiten in Wilkau-Haßlau hat eine mehr als 100-jährige Tradition. Zu DDR-Zeiten wurden ebenfalls Gummibärchen hergestellt und zum großen Teil in die Bundesrepublik geliefert. 1990 übernahm Haribo das Werk und stellte den Betrieb zum Jahresende 2020 ein.
Auf Druck des Betriebsrates und der Gewerkschaften wurde mit den Mitarbeitern ein Sozialplan geschlossen, dieser enthält eine Beschäftigungsgarantie bis März 2021. Seit Monaten dauern die Proteste gegen die Werksschließung an, werden von Beschäftigten, Gewerkschaftern, Politikern und Kirchenvertretern getragen. Wirtschaftsminister Dulig schaltete sich mehrfach aktiv ein: Er diskutierte mit der Geschäftsführung von Haribo in Grafschaft, unterstützte Betriebsrat und Gewerkschaften auch vor Ort in Wilkau-Haßlau.

Weitere Informationen

  • Quelle: SMWA - Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr

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