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Montag, 28 September 2015 23:45

400.000 Euro für Martin-Luther-Kirche in Dresden

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Innenminister Markus Ulbig hat heute dem Pfarrer an der Martin-Luther-Kirche in Dresden-Neustadt, Eckehard Möller, zwei Fördermittelbescheide in Höhe von insgesamt 400.000 Euro übergeben. Diese Mittel stammen je zur Hälfte aus dem Sonderprogramm Denkmalpflege des Freistaates Sachsen und dem Denkmalschutz-Sonderprogramm der Bundesbeauftragten für Medien und Kultur.

Die Mittel sollen für die Sanierung des Kirchturmes der Martin-Luther-Kirche Dresden eingesetzt werden. Dazu gehören auch Restaurierungsmaßnahmen am Kirchengeläut sowie an der Turmuhr. Die Gesamtkosten dieser Baumaßnahme belaufen sich auf rund 995.000 Euro.

„Die Martin-Luther-Kirche ist ein bedeutendes Kulturdenkmal, das auf einzigartige Weise nicht nur das Bild der Dresdner Neustadt, sondern der gesamten Landeshauptstadt prägt. Mit den Fördermitteln von Bund und Land erhalten wir unsere vielseitige sächsische Denkmallandschaft und sichern gleichzeitig ihre Nutzung durch die Bevölkerung“, sagte Innenminister Markus Ulbig.

Das Sonderprogramm Denkmalpflege des Freistaates Sachsen wurde eigens für den Erhalt und die Sicherung national wertvoller und besonders hochwertiger sächsischer Kulturdenkmale aufgelegt. Die Sanierung der Martin-Luther-Kirche gehört zu einem von 18 Vorhaben der Denkmalpflege, die aus dem Denkmalschutz-Sonderprogramm V der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien sowie aus Mitteln des Freistaates Sachsen in diesem Jahr gefördert werden. Neben der Martin-Luther-Kirche Dresden erhalten beispielsweise das Schloss Thürmsdorf, der Herrenhof Erla (Schwarzenberg) und das Schloss Frauenstein finanzielle Hilfen für Projekte der Denkmalpflege. Insgesamt wurden im Rahmen des Denkmalschutz-Sonderprogrammes V im Freistaat Sachsen rund 3,8 Millionen Euro durch die Bundesbeauftragte für Kultur und Medien und über vier Millionen Euro im Rahmen der Ko-Finanzierung durch den Freistaat Sachsen zur Verfügung gestellt.



Informationen zur Martin-Luther-Kirche:

Vor etwa drei Jahren begann das Mauerwerk des Turmes zunehmend wasserdurchlässig zu werden. Im Inneren des Mauerwerks läuft das Wasser nun herunter und richtet Schaden im Kirchgebäude an. Seit der Fertigstellung der Martin-Luther-Kirche Ende des 19. Jahrhunderts haben immer wieder Bergsteiger die Fugen auf der Kirchturmspitze erneuert.

Mit Hilfe der Denkmalschutzgelder, Mitteln der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens sowie Spenden, beispielsweise aus dem Turmcafé und den Turmbesteigungen im Sommerhalbjahr, soll der Turm saniert werden.

Die Martin-Luther-Kirche in der Dresdner Neustadt wurde im späten 19. Jahrhundert gebaut. Der Sandsteinbau wurde von den Architekten Ernst Giese und Paul Weidner in Jahren zwischen 1883 und 1887 errichtet. Die Kirche ist ein zentrales Denkmal auf dem ab 1879 errichteten Martin-Luther-Platz in Dresden. Das beeindruckende Bauwerk inmitten der Gründerzeithäuser ist 54 Meter lang, 27 Meter breit und hat eine Turmhöhe von 81 Metern. Obwohl die Architektur im Wesentlichen den Stilmitteln des Historismus zuzuordnen ist, finden sich auch neoromanische Stilelemente und neogotische Proportionen. Der Innenraum im neoromanischen Stil fasst rund 1400 Sitzplätze und ist in drei Schiffe und sich anschließendem Chor geteilt. Dominierend ist das Querschiff mit zwei großen seitlichen Rundfenstern. Da die Kirche im Zweiten Weltkrieg nur geringfügig beschädigt wurde, ist auch das Innere der Kirche weitgehend gut erhalten. Die Bleiglasfenster wurden unter anderem von Anton Dietrich und Bruno Carl Urban entworfen und ausgeführt. Die Turmuhr der Martin-Luther-Kirche wurde 1886 bei der Turmuhrenfabrik Bernhard Zachariä in Auftrag gegeben. Die Orgel wurde 1887 von dem Orgelbauer Carl Eduard Jehmlich erbaut und zählt mit ihren 59 Registern zu den größten Dresdens.

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  • Quelle: SMI - Sächsisches Staatsministerium des Innern
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