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Freitag, 17 März 2017 00:02

Größtes Diebeslager ausgehoben

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- Stand: 16.03.2017, 11:30 Uhr -
  • Seriendieb und Komplizin in Haft
  • Lager umfasste mehr als 1.000 Gegenstände
  • Mehrere Hundertausend Euro Diebesgut

Die Dresdner Kriminalpolizei hat einem Seriendieb (33) das Handwerk gelegt, der über Jahre hinweg Sachen im Wert von mehreren Hundertausend Euro bei Einbrüchen gestohlen hat.

Der Leiter des Einbruchskommissariats der Dresdner Polizei, Erster Kriminalhauptkommissar Jürgen Leistner (50), zu dem aktuellen Fall: „Mit der Festnahme des 33-Jährigen ist uns ein Tatverdächtiger ins Netz gegangen, der offenbar über Jahre hinweg in Dresden sein Unwesen getrieben hat. Nun gilt es, die einzelnen Taten nachzuweisen und das Diebesgut den rechtmäßigen Eigentümern zurückzugeben.“

Der 33-jährige Dresdner war Anfang Januar in das Visier der Ermittler geraten. Damals stellten Polizeibeamte den Mann in einem gestohlen Audi Q5. Er wurde festgenommen und kam in Untersuchungshaft.

Im Zuge der Ermittlungen stießen die Kriminalisten auf eine Lagerhalle an der Meschwitzstraße, die offenbar von dem Mann genutzt wurde. Mit einem richterlichen Beschluss ausgestattet, sahen sie sich diese genauer an. Was sich hinter deren Türen verbarg, verschlug auch den gestandenen Beamten zunächst die Sprache. Der 33-Jährige hatte in der Halle das Diebesgut aus Beutezügen über mehrere Jahre hinweg gehortet. Die Palette reichte von Laptops, Werkzeugen über Motorräder und Bekleidungstücke bis hin zu Waffen und Blattgold. Die Polizisten brauchten ganze zwei Tage, um die mehr als 1.000 Gegenstände zu sichern und abzutransportieren.

Zwischenzeitlich haben die Kriminalisten in akribischer Kleinarbeit einen Teil des Diebesgutes etwa 30 Straftaten zugeordnet. Da eine Auflistung den Rahmen sprengen würde, hier drei exemplarische Beispiele. So stammten Bekleidungsstücke im Wert von etwa 50.000 Euro aus einem Einbruch in ein Modegeschäft in der Dresdner Neustadt im Oktober 2015. Rund 20 Pistolen und Gewehre waren die Ausbeute eines Einbruchs in ein Altstädter Geschäft im September 2015. Blattgold im Wert von mehreren tausend Euro wurde im November 2016 aus einem Geschäft in Dresden-Strehlen gestohlen.

Im Rahmen der Ermittlungen geriet auch die 28-jährige Lebensgefährtin des Mannes in den Fokus der Kriminalisten. Sie fungierte bisherigen Erkenntnissen zufolge offenbar als Verkäuferin des Diebesgutes. Auch sie wurde festgenommen und befindet sich derzeit in Untersuchungshaft.

Ein Teil des Diebesgutes konnte den Eigentümern bereits zurückgegeben werden. Ermittlungen der Kriminalpolizei dauern an. (ml)

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  • Quelle: Polizeidirektion Dresden
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