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Dienstag, 22 Mai 2018 23:55

Dresden: Fliegerbombe gefunden

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Aufnahme einer Hubschrauberkamera vom Fundort der Bombe am heutigen Morgen, den 24.05.2018, dar. Aufnahme einer Hubschrauberkamera vom Fundort der Bombe am heutigen Morgen, den 24.05.2018, dar. Polizeidirektion Dresden
Zeit: 22.05.2017, 17.10 Uhr
Ort: Dresden-Friedrichstadt
 
Stand: 24.05.2018, 16.37 Uhr
 
Bombe stellt keine Gefahr mehr dar 
 
Von der Fliegerbombe, die am Dienstagnachmittag an der Löbtauer Straße Ecke Wernerstraße gefunden wurde, geht keine Gefahr mehr aus.
 
Gegen 16.00 Uhr untersuchte der Kampfmittelbeseitigungsdienst die zwischenzeitlich ausgekühlte Bombe. Im Ergebnis steht fest, dass der Einsatz der Raketenklemme den Zünder entfernt hat. Weiterhin gehen die Spezialisten davon aus, dass es dabei zu einer Teildetonation kam. Die Bombe wird nun zur Entsorgung in die zentrale Sammelstelle nach Zeithain gebracht.

Schäden sind derzeit in lediglich der unmittelbaren Umgebung festzustellen. Diese betreffen insbesondere ein angrenzendes Firmengebäude. Die Schadenshöhe kann noch nicht beziffert werden.

Polizeipräsident Horst Kretzschmar (59) zog heute ein erstes Resümee: „Dieser Einsatz hat nicht nur die Dresdner, sondern auch Feuerwehr, Rettungskräfte und die Polizei in Atem gehalten. Die Bombe, mit der wir es hier zu tun hatten, war hochgefährlich. Insbesondere die Explosion während der Entschärfung belegt das Gefahrenpotential derartiger Weltkriegsmunition. Vor diesem Hintergrund war der von uns betriebene Aufwand entsprechend hoch und zwingend notwendig. Letztlich freue ich mich, dass wir nunmehr endgültig Entwarnung geben können. Mein Dank gilt nicht nur den Einsatzkräften, die über zwei Tage unermüdlich arbeiteten, sondern auch den Dresdnern für ihr Verständnis.“


Die Evakuierungsmaßnahmen und Straßensperrungen werden nun schrittweise aufgehoben. Gleichzeitig stehen an der Notunterkunft im Messegelände Busse bereit, um die Menschen wieder in ihre Wohnungen zu bringen. Lediglich im Bereich des Fundortes kommt es im Rahmen der Abbaumaßnahmen weiterhin zu Behinderungen.

An den drei Tagen waren mehr als 590 Feuerwehr- und Rettungskräften sowie Mitarbeiter der Dresdner Stadtverwaltung im Einsatz. Hinzu kamen mehr als 1.200 Polizeibeamte, darunter Kollegen von der Bundespolizei, der Thüringer Polizei sowie der Sächsischen Bereitschaftspolizei. (ml/sg)


 
Stand: 11.42 Uhr
 
Maßnahmen zur Fundortsicherung

Nachdem es nach der teilweisen Umsetzung der Bombe in dem Bereich des Fundortes zu einer erhöhten Hitzeentwicklung gekommen war, beginnen nun die Maßnahmen zur Abkühlung.

In Abstimmung mit den Spezialisten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes werden die Bombe und das unmittelbare Umfeld mit Hilfe eines Löschroboters durch die Feuerwehr mit Wasser abgekühlt.

Ein Hubschrauber, eine Drohne und ein weiterer Roboter der Polizei werden die Maßnahmen mittels Kameras zur Steuerung des Löscheinsatzes übertragen.

Wenn nach Einschätzung der Spezialisten die Bombe ausreichend abgekühlt ist, wird sie vom Brandschutt befreit. Von der anschließenden Gefahreneinschätzung wird abhängen, inwieweit der Umfang des Sperrgebiets angepasst werden kann.

Da die Gefahr einer Explosion weiterhin besteht, hält die Polizei den Bereich derzeit weiterhin abgesperrt. (sg)



Stand: 01.00 Uhr
 
Evakuierungsbereich bleibt bestehen
 
Nachdem die Fliegerbombe bei einem neuerlichen Entschärfungsversuch vermutlich teilweise explodiert ist, hält die Polizei den Bereich weiterhin abgesperrt.

Aktuell gibt es einen Brand am Fundort der Bombe. Daher können die Einsatzkräfte den unmittelbaren Gefahrenbereich nicht betreten. Dies wird erst möglich sein, nachdem das Feuer erloschen und die Bombe ausgekühlt ist. Dies wird mehrere Stunden in Anspruch nehmen.

Ersten Einschätzungen des Kampfmittelbeseitigungsdienstes zufolge hat die Zündung der Raketenelemente zu einer Teildetonation der Weltkriegsbombe geführt. In der Folge entzündete sich auch das Dämmmaterial in der unmittelbaren Umgebung.

Da aktuell nicht eingeschätzt werden kann, wieviel Sprengstoff sich noch in der Bombe befindet, geht von dieser weiterhin ein erhebliches Gefahrenpotential aus. Vor diesem Hintergrund bleiben sowohl die Evakuierung des Gebietes, als auch die entsprechenden Straßensperrungen bis auf weiteres bestehen. (ml)



 
Stand: 23.05.2018, 23:38 Uhr
 
Bombe teilweise umgesetzt
 
Die Fliegerbombe, die am Dienstagnachmittag an der Löbtauer Straße Ecke Wernerstraße gefunden wurde, ist bei einem neuerlichen Entschärfungsversuch gegen 23.15 Uhr teilweise umgesetzt.

Die Polizei hat die Umgebung abgesperrt. Personen sind nach einem ersten Erkenntnisstand nicht verletzt worden.

Zum Ausmaß der Schäden liegen noch keine Informationen vor. (ml)



Stand: 12:50 Uhr

Entschärfung unterbrochen

Die Entschärfung der Fliegerbombe, die gestern Nachmittag an der Löbtauer Straße Ecke Wernerstraße gefunden wurde, musste unterbrochen werden.

Laut den Spezialisten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes wurde der Zünder bereits teilweise hineingedrückt und ist somit nicht mehr frei zugänglich. Bei einer Bewegung des Zünders oder der Bombe ist eine Detonation wahrscheinlich.

Es wird einen weiteren Versuch geben, den Zünder mit Hilfe einer geeigneten Vorrichtung aus der Ferne herauszulösen. Da die Gefahr einer Umsetzung der Bombe in diesem Zusammenhang relativ groß ist, müssen zunächst die entsprechenden Vorkehrungen getroffen werden. Dazu wird um die Bombe herum ein Schutzwall aus Dämmmaterial errichtet. Weiterhin sollen verschieden Gebäude und Einrichtungen auf ähnliche Weise geschützt werden. Diese Maßnahmen werden mehrere Stunden in Anspruch nehmen.

Alle Evakuierungsmaßnahmen sowie Straßensperrungen werden damit auf unbestimmte Zeit verlängert. (sg)




Stand: 22.05.2018, 23:42 Uhr

Notunterkünfte offen

Am späten Nachmittag wurde bei Bauarbeiten eine Fliegerbombe an der Löbtauer Straße Ecke Wernerstraße gefunden.

Im Zusammenhang mit den Evakuierungen sind Notunterkünfte in der Messe Dresden am Messering (Eingangsbereich Tor 1) eingerichtet worden. Für den Transport zu den Unterkünften stehen ab sofort Busse der DVBAG an der Reisewitzer Straße Ecke Schillingstraße sowie an der Straße Altlöbtau Ecke Lübecker Straße bereit.

Die Polizei bittet die Anwohner bis 03.00 Uhr ihre Häuser zu verlassen.

Nach bisherigen Einschätzungen sind rund 8.700 Menschen von den Evakuierungsmaßnahmen betroffen.

Die Stadt Dresden hat zwischenzeitlich ein Bürgertelefon eingerichtet. Dieses ist unter der Rufnummer (0351) 488 7666 zu erreichen. (ml)



Stand: 21:54 Uhr
 
Evakuierungen notwendig
 
Am späten Nachmittag wurde bei Bauarbeiten eine Fliegerbombe an der Löbtauer Straße Ecke Wernerstraße gefunden.

Einsatzkräfte sperrten den unmittelbaren Fundort ab. Nach Einschätzung der Spezialisten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes handelt es sich um eine fünf Zentner Fliegerbombe englischer Bauart aus dem Zweiten Weltkrieg. Sie ist mit einem Zünder ausgestattet und muss vor Ort entschärft werden.

In diesem Zusammenhang plant die Polizei notwendige Evakuierungsmaßnahmen. Diese werden sich auf die Gebiete entsprechend der Karte in Anlage erstrecken.

Aktuell sind bereits die Löbtauer Straße sowie die Wernerstraße für den Fahrverkehr gesperrt. (ml)

Weitere Informationen

  • Quelle: Polizeidirektion Dresden
Letzte Änderung am Donnerstag, 24 Mai 2018 16:51
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