Das Stadt- und Regionalportal

Donnerstag, 04 Oktober 2018 19:40

Keine Fliegerbombe im Ostragehege - Evakuierungsmaßnahmen aufgehoben

Artikel bewerten
(0 Stimmen)
Zeit: 23.10.2018, ab 08.00 Uhr
Ort: Dresden-Friedrichstadt
 
Stand: 22.10.2018, 17:00 Uhr
 
Bei dem Gegenstand, der im Dresdner Ostragehege geortet wurde, handelt es sich nicht um eine Fliegerbombe. Vielmehr hat sich dieser als Wasserrohr entpuppt. Dahingehend sind keine Evakuierungen notwendig.

Heute Vormittag starteten wie geplant die Arbeiten des Kampfmittel-beseitigungsdienstes am Fundort der vermeintlichen Fliegerbombe. Dabei stießen die Spezialisten auf künstliche Erdschichten aus Bauschutt und Sand.

Als diese Schichten beseitigt wurden, legten sie gegen 14.30 Uhr ein großes gusseisernes Wasserrohr frei, welches mit einer Muffe versehen war. Offenbar handelt es sich bei diesem Gegenstand um den Störkörper, der bei Messungen geortet wurde. Er befand sich in etwa 2,5 Meter Tiefe und war augenscheinlich Teil einer nicht verzeichneten Wasserleitung aus DDR-Zeiten.

Der geplante Polizeieinsatz sowie die angedachten Evakuierungen sind somit hinfällig. Die Bürger können in ihren Wohnungen bleiben.

Es kann ausgeschlossen werden, dass sich im überprüften Bereich eine Fliegerbombe befindet.

Das Bürgertelefon der Stadt Dresden ist weiterhin geschaltet. (ml)




Stand: 04.10.2018, 13:23 Uhr

Polizei bereitet Einsatz vor
 
Die Landeshauptstadt Dresden und die Polizeidirektion Dresden bereiten derzeit einen Einsatz zur Entschärfung einer möglichen Fliegerbombe vor. Der Einsatz soll am 23. Oktober beginnen.

Im Zuge von Baugrundvorbereitungen auf dem Gelände am Messering prüften die Experten des sächsischen Kampfmittelbeseitigungsdienstes den Bereich auf mögliche Kampfmittel. Dabei erzielte Messwerte ließen vermuten, dass sich im Bereich einer asphaltierten Zufahrt auf einem Firmengelände eine Fliegerbombe befinden könnte. Eine gleichzeitige Auswertung historischer Luftbilder erhärtete den Verdacht.

Holger Klemig vom Kampfmittelbeseitigungsdienst: „Der unbekannte Gegenstand liegt ca. zwei bis drei Meter unter der Straßendecke. Es könnte sich um eine 250 kg oder 500 kg Bombe aber auch um einen völlig ungefährlichen Gegenstand handeln. Richtig wissen werden wir es erst, wenn wir den Gegenstand freigelegt haben. Dann gibt es aber kein Zurück mehr.“

„Kein Zurück mehr“ heißt für den Fall, dass es sich bei dem Gegenstand um eine Fliegerbombe handelt: Mit der Evakuierung des betroffenen Bereiches muss sofort begonnen werden! Denn wenn der Gegenstand freigelegt ist, besteht je nach Zustand, nur ein begrenztes Zeitfenster, um die Bombe zu entschärfen.

Aufgrund der ungünstigen topografischen Lage beträgt der Evakuierungsbereich bei einer 500 kg Bombe ca. 1.500 Meter. In den Bereich fallen ca. 1.000 Objekte, darunter auch zahlreiche Schulen und Kindergärten. Ca. 15.700 Menschen sind innerhalb des Evakuierungsradius gemeldet.

Polizeidirektor Stefan Dörner, der den Polizeieinsatz leiten wird: „Wir wollen die Unannehmlichkeiten für alle Betroffenen auf ein Mindestmaß beschränken. Deshalb werden wir diesmal anders vorgehen. Nicht die Bombe bestimmt den Zeitpunkt unseres Einsatzes, sondern wir legen den Termin selbst fest.“

Damit sich jeder auf die umfangreichen Evakuierungsmaßnahmen vorbereiten kann, wird die Landeshauptstadt Dresden alle Betroffenen frühzeitig informieren. Die Menschen sollen ihre Wohnungen selbstständig und ohne Hektik verlassen. Persönliche Planungen für den Evakuierungszeitraum, der im schlimmsten Fall auch länger als einen Tag andauern wird, können in Ruhe getroffen werden. Einrichtungen, Geschäfte, Schulen und Kindergärten bleiben geschlossen.

Stefan Dörner: „Wir werden etwa 300 Polizisten zum Einsatz bringen. Dabei wird die Dresdner Polizei von Kollegen der Polizeidirektion Görlitz, der sächsischen Bereitschaftspolizei sowie des Polizeiverwaltungsamtes unterstützt.“ (tg)

Weitere Informationen

  • Quelle: Polizeidirektion Dresden
Letzte Änderung am Dienstag, 23 Oktober 2018 00:21
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok