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Donnerstag, 11 Oktober 2018 00:16

60 Jahre Wildgehege Moritzburg

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Wildkatzen bekommen neues zu Hause
 
Seit nun mehr 60 Jahren ist das Wildgehege Moritzburg (Landkreis Meißen) ein Besuchermagnet vor allem für Kinder und Familien. Heute (10. Oktober 2018) nutzte Staatsminister Thomas Schmidt das Richtfest für die neue Wildkatzenanlage, um dieses Jubiläum zu würdigen. Gemeinsam mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Forstbezirkes Dresden, zu dem das Wildgehege Moritzburg gehört, sowie mit zahlreichen Gästen konnte er sich auf einem Rundgang über die heimischen Wildtierarten informieren.

„Dass das hier verfolgte Tierparkkonzept erfolgreich ist, davon zeugen allein die jährlich rund 130 000 Besucher, vor allem Kinder und Familien", sagte Schmidt. „Gerade das unmittelbare, gleichzeitig aber gefahrlose Erleben von Tieren in ihrem angestammten Lebensraum Wald schafft bei Groß und Klein ein reales Bild der Bedürfnisse der Tiere. Das Wildgehege leistet so einen wichtigen Beitrag zu einer authentischen Umweltbildung, zu dem weder Fernsehen noch Internet im Stande sind“.

Das Wildgehege Moritzburg ist ein Ort mit langer Geschichte. Sein Anfang geht auf ein Jagdgatter zur Wildbretversorgung der Wettiner aus dem Jahr 1580 zurück. Später wurde eine große Zahl Wildtiere für die damalige herrschaftliche Jagd in Gehegen gehalten. Im Jahr 1958 wurde das Wildgehege als öffentlich zugänglicher und der Erholung der Bevölkerung dienender Wildpark neu begründet. „Und wie in den letzten 60 Jahre wird das Wildgehege von der Staatlichen Forstverwaltung bestens betreut", stellte der Minister fest, „Hier werden ganz praktisch und mit einem hohen Erlebniswert Erkenntnisse vermittelt über die Natur, die sonst vielen Menschen leider mehr und mehr fremd wird."

„Natürlich ist es notwendig, auch das Wildgehege Moritzburg mit seinen Anlagen, seinen Programme und seinen Angebote weiterzuentwickeln", betonte Schmidt. Deswegen wurde am heutigen Festtag neben dem Jubiläum auch das Richtfest für die neue Wildkatzenanlage gefeiert. „Derzeit leben zwei Wildkatzen im Wildgehege Moritzburg, in der neuen Anlage werden es dann drei sein", sagte Landesforstpräsident Prof. Dr. Hubert Braun. „Der Staatsbetrieb Sachsenforst investiert in den Bau dieses neuen Freigeheges rund 150 000 Euro. So wird nach der Modernisierung der Wolfsanlage vor einigen Jahren nun bald auch das Wildkatzenareal in neuem Glanz erstrahlen." Die Wildkatze ist eine in der EU streng geschützte Art, die nur selten in freier Natur vorkommt.

„Das Wildgehege hat für den Raum Moritzburg eine große touristische Bedeutung", hob Staatsminister Schmidt hervor, „Es soll auch weiterhin als historische, in Natur und Kulturlandschaft eingebundene Einrichtung, die ihre Besucher für Wildtiere begeistert und über sie informiert, erhalten und fortentwickelt werden." In diesem Zusammenhang betonte Professor Braun: „Hierfür ist die fortwährende Modernisierung der Tierhaltung unumgänglich." Auch der Ausbau von Besucher- bzw. Bildungsangeboten trage wesentlich zu einer erfolgreichen Entwicklung der Anlage bei. „Der Neubau der Wildkatzenanlage ist daher ein wichtiger Schritt in der Modernisierung des Wildgeheges", schloss er seine Ausführungen.

Abschließend dankte Staatsminister Thomas Schmidt den jetzigen und den ehemaligen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die 60 Jahre lange mit großem Engagement und hoher Fachkenntnis das Wildgehege Moritzburg zu einer anerkannten und beliebten Institution in Sachsen gemacht haben.

Laufender Betrieb und Investitionen im Wildgehege Moritzburg werden mitfinanziert auf Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtages beschlossenen Haushalts.

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  • Quelle: SMUL - Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft
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