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Freitag, 03 April 2020 00:45

Corona - Aktuelles zur Situation im Landkreis (02.04.2020)

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Im Landkreis Meißen sind aktuell 96 Personen positiv auf Covid-19 getestet worden. Dem gegenüber konnten 18 Infizierte die Quarantäne beenden. Sieben Patienten werden derzeit in den Elblandkliniken stationär behandelt, drei auf der Intensivstation. Die Zahl der Covid-19-Todesfälle hat sich im Landkreis Meißen auf zwei erhöht.
 
Die Entwicklung der Covid-19-Statistik im Freistaat Sachsen und damit auch im Landkreis Meißen rechtfertigt die strengeren Regeln der Ausgangsbeschränkungen und Veranstaltungsverbote bis vorerst zum 19. April 2020. In Sachsen ist die Zahl der Infizierten seit Dienstag um 149 auf insgesamt 2.183 gestiegen. Im Landkreis Meißen sind aktuell 96 Personen positiv auf Covid-19 getestet worden. Dem gegenüber konnten 18 Infizierte nach Wochen strenger Quarantäne die häusliche Isolation beenden. Sieben Patienten werden derzeit in den Elblandkliniken stationär behandelt, drei auf der Intensivstation. Ein weiterer Patient ist verstorben, damit erhöht sich Zahl der Covid-19-Todesfälle im Landkreis Meißen auf zwei. In häuslicher Isolation befinden sich derzeit 224 Kontaktpersonen.

Soweit die Statistik. Große Sorgen bereitet dem Krisenstab derzeit die deutschlandweite Situation in Pflegeheimen. Landrat Arndt Steinbach unterbreitete den Vorschlag, eine zum Krisenstab parallele, kleinere Arbeitsgruppe „Pflegeheime im Landkreis Meißen“ zu bilden: „Es gibt im Sozialamt enge Kontakte zu den Heimen, die derzeit eine besondere Aufmerksamkeit wie Begleitung brauchen. Die Gefahren sind bekannt und wir sollten die Träger mit unseren Möglichkeiten unterstützen.“ Die 1. Beigeordnete des Landkreises und Sozialdezernentin Janet Putz unterstützte im Krisenstab den Vorschlag: „Auch wenn zuerst die Einrichtungen für das Hygienekonzept verantwortlich sind, wird derzeit jeder fachliche Rat und jede Hilfe dankbar angenommen.“ Auch die Elblandkliniken, erklärte Klinikvorstand Frank Ohi, werden „sich an der Vorsorge aktiv beteiligen“. Eine positive Nachricht, geäußert vom Leitenden Notarzt Dr. Oliver Hensel, sollte nicht unerwähnt bleiben: „Die Mehrzahl der Verdachtsfälle Covid-19 erweist sich zum Glück als nicht positiv.“


Kein Fährbetrieb an Wochenenden

Ein lange Diskussion gab es im Krisenstab zum Fährbetrieb in Coswig-Kötitz für die nächsten Wochen. Die Entscheidung, den Fährbetrieb an den Wochenenden einzustellen, folgte der Argumentation von Dezernent Manfred Engelhard: „Die Einhaltung beispielsweise der Abstandsregeln kann auf der Fähre nicht garantiert werden. Die Sicherheitskriterien können vor allem an Wochenenden mit vielen Fahrgästen nicht erfüllt werden, die Gefahren einer Ansteckung sind viel zu groß.“ In Abstimmung mit der Verkehrsgesellschaft Meißen wird der Fährbetrieb vorerst an den Wochenenden bis 19. April 2020 eingestellt.


Kontrollen

Seit Dienstag kontrolliert die Polizei die Einhaltung der neuen Rechtsverordnung zum Thema Ausgangsbeschränkungen. Polizeihauptkommissar Raiko Riedel berichtete im Krisenstab von Gruppentreffs in Riesa, Großenhain, Meißen und Weinböhla: „Es war ein eher ruhiger Dienstag und dennoch vergeht kein Tag, wo wir nicht auf Gruppen treffen, die sich entgegen den Regeln zusammenfinden.“ Bestraft wird nun mit Bußgeldern. Die Post kommt vom Ordnungsamt der Landkreisverwaltung. Der zuständige Dezernent Manfred Engelhard erklärte die inzwischen geregelte Zuständigkeit: „Die Polizei kontrolliert, das Kreisordnungsamt unterstützt diese Arbeit mit zwei Außenmitarbeitern. Verfahren zu Ordnungswidrigkeiten bearbeitet das Kreisordnungsamt.“

In diesem Zusammenhang verwies Manfred Engelhard zudem auf das Verbot der Osterfeuer in diesem Jahr: „Auch andere Frühlingsbräuche wie das Laubverbrennen sind entsprechend der Rechtsverordnung des Freistaates Sachsen untersagt.“


Thema: Müllentsorgung

Das sächsische Umweltministerium bittet private Haushalte, in denen mit Corona infizierte Patienten oder Menschen mit der Ungewissheit auf Ansteckung in häuslicher Isolation leben, den Hausmüll nicht zu trennen. Das heißt, neben dem Restmüll sollen auch Verpackungsabfälle, die eigentlich in den gelben Sack gehören, und Biomüll für die Quarantänedauer über die Restmülltonne entsorgt werden. Nicht in den Restmüll gehören allerdings weiterhin Altpapier, Altglas, Elektroschrott und Batterien. Zur Erläuterung erklärte Sachsens Umweltminister Wolfram Günther: „Mit dieser Maßnahme sollen die Müllwerker geschützt werden, ebenso Nachbarn und Hausmeister. Das heißt aber auch, dass jeder, der nicht betroffen ist, den Müll weiterhin getrennt entsorgen sollte.“ Zu den Regelungen für Quarantänehaushalte gehört, dass die Abfälle in stabile, möglichst reißfeste Abfallsäcke gegeben und einzelne Gegenstände wie etwa Taschentücher nicht lose in Abfalltonnen geworfen werden. Abfallsäcke müssen verknotet oder zugebunden werden. Spitze und scharfe Gegenstände müssen in durchsichtige Einwegbehältnisse verpackt werden.

Weitere Informationen

  • Quelle: Landratsamt Meißen - www.kreis-meissen.de

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