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Freitag, 08 Mai 2020 01:18

Corona - Aktuelles zur Situation im Landkreis Meißen (07.05.2020)

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Im Landkreis Meißen gibt es aktuell insgesamt 224 positive Testergebnisse, 190 Menschen konnten nach überstandener Infektion die häusliche Quarantäne beenden. Acht Patienten werden stationär behandelt, drei auf der Intensivstation. Die Zahl der an bzw. mit Covid-19 verstorbenen Patienten hat sich auf 18 erhöht. Für 71 Landkreisbewohner wurde eine häusliche Isolation angeordnet, da sie zu der Gruppe der Kontaktpersonen gehören. 
 
Die Gesundheitsämter der Landkreise sind künftig das Initial für neue Corona-Maßnahmen oder auch für noch mehr Alltag in Sachsen. Seit gestern entscheiden nämlich die Länder zum Thema Alltagsbeschränkungen, die Daten dazu liefert die kommunale Ebene: Hat ein Landkreis künftig mehr als 50 Neuninfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche registriert, gilt ein „Beschränkungskonzept“. Davon ist der Landkreis Meißen aktuell weit entfernt. Die Zahlen: Es gibt insgesamt 224 positive Testergebnisse, 190 Menschen konnten nach überstandener Infektion die häusliche Quarantäne beenden, acht Patienten werden stationär behandelt, drei auf der ITS. Die Zahl der an bzw. mit Covid-19 verstorbenen Patienten hat sich auf 18 erhöht. Für 71 Landkreisbewohner wurde eine häusliche Isolation angeordnet, da sie zu der Gruppe der Kontaktpersonen gehören.

Die neuen Alltagsregeln sind weder für das Gesundheitsamt der Landkreisverwaltung noch für die Elblandkliniken bereits Anlass, die Corona-Vorsorge zu reduzieren. Klinikvorstand Frank Ohi erklärte auf der Beratung des Krisenstabes, dass die Corona-Ambulanz zunächst unverändert bestehen bleibe: „Wir müssen die Entwicklung der Infektionszahlen analog den Lockerungen abwarten. Es ist einfacher am gegenwärtigen Standard festzuhalten, als den Betrieb wieder hochzufahren.“ Auch Amtsärztin Petra Albrecht wird die acht Rechercheteams zum Thema Infektionsketten keinesfalls reduzieren: „Natürlich sitzen wir nicht wartend am Telefon, sondern erledigen andere Aufgaben der Gesundheitsbehörde. Ich hoffe sehr, dass wir im Landkreis Meißen 50 Infektionen innerhalb von sieben Tagen nie erreichen werden.“

Doch auch das Amt, dessen Schlüsselfunktion nochmals gewachsen ist, muss auf eine mögliche Steigerung der Infektionszahlen vorbereitet sein. Zudem bereitet sich das Amt auf neue Kontrollen bei Öffnung weiterer Unternehmen im Landkreis vor. Die 1. Beigeordnete des Landkreises Janet Putz informierte den Krisenstab über geforderte Hygienekonzepte für die Bereiche Gaststätten und Hotels, auch Fitnessstudios und Bäder warten auf das Startsignal: „Noch fehlt die Rechtsverordnung, aber nach einer Telefonkonferenz wissen wir, dass die Gesundheitsämter die Konzepte prüfen sollen. Natürlich haben die Betreiber hier eine hohe Eigenverantwortung.“ Die neue Rechtsverordnung ist ab 18. Mai gültig, Gaststätten sollen aber bereits ab 15. Mai öffnen dürfen. Hier gibt es in den nächsten Tagen noch Klärungsbedarf.


Hohe Verluste

Erfreulich sind die langsam steigenden Fahrgastzahlen im öffentlichen Bus- und Bahnverkehr. Der 2. Beigeordnete des Landkreises Meißen und damit zuständige Dezernent für Technik Andreas Herr informierte den Krisenstab, dass damit aber noch lange nicht alle Probleme gelöst seien: „Der Verkehrsverbund Oberelbe und damit die Landkreise sowie regionalen Verkehrsunternehmen haben erhebliche Einnahmeverluste. Manches Busunternehmen sogar doppelt, einmal im öffentlichen Nahverkehr und dann bei den touristischen Busfahrten.“ Für Ärger sorgt der Bund, welcher der Bahn einen Schutzschirm garantiert und die Länder mit ihren ÖPNV-Sorgen im „Regen stehen lässt“. Das Geld für die Bahn, so Andreas Herr, „muss auf die Länder verteilt werden.“ Bei der Vereinbarung der Sächsischen Staatsregierung mit den kommunalen Spitzenverbänden über einen Schutzschirm für die Kommunalfinanzen wurde der ÖPNV vorerst ausgeklammert. Immerhin handelt es sich alleine für den VVO um Einnahmeverluste in Höhe von über 15 Millionen Euro. Der beschlossene Schutzschirm garantiert einen Zuschuss von insgesamt 147,5 Millionen Euro für pandemiebedingte zusätzliche Ausgaben auf kommunaler Ebene. Verteilt werden die Mittel nach dem Einwohnermaßstab des Sächsischen Finanzausgleichgesetzes 2020. Hinzu kommt ein Ausgleich für nicht erhobene Elternbeiträge für Kinderbetreuung von rund 60 Millionen Euro. Für den ÖPNV gibt es damit noch keine Lösung.

Weitere Informationen

  • Quelle: Landratsamt Meißen - www.kreis-meissen.de

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