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Mittwoch, 25 November 2020 00:10

Corona-Situation im Landkreis Meißen (24.11.2020)

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Im Landkreis Meißen sind bislang 2.270 Personen positiv auf das Virus SARS-CoV-2 getestet worden. Von diesen befinden sich gegenwärtig 658 Personen in behördlich angeordneter Quarantäne. Gegenüber gestern sind 68 neu infizierte Personen hinzugekommen. Es sind aktuell 1.348 Kontaktpersonen von positiven Fällen in behördlich angeordneter Quarantäne zu verzeichnen.
Der heutige Inzidenzwert für den Landkreis Meißen liegt bei 153,2.
 
Unabhängig vom Status der Quarantäne sind aktuell 87 Einwohnerinnen und Einwohner des Landkreises Meißen als stationär aufgenommen erfasst. 15 von ihnen werden auf der Intensivstation behandelt. Bislang sind insgesamt 68 Personen verstorben. Dies sind drei Personen mehr als gestern.

„Oberste Priorität hat für uns nach wie vor die Ermittlung der Indexfälle, anschließend findet die Kontaktverfolgung statt. Auch das Gesundheitsamt hat jedoch mittlerweile mit verstärktem Personalausfall – auch durch an Covid-19 erkrankte Mitarbeiter – zu kämpfen. Die Belastung ist enorm, wenn man sieht, was dort in den vergangenen Wochen – eigentlich seit Ausbruch der Pandemie im März – geleistet wurde“, so die stellvertretende Landrätin Janet Putz in der Sitzung des heutigen Krisenstabes.

Zukünftig wird sich die Quarantänezeit für positiv getestete Personen auf zehn Tage verkürzen. Dies gilt ab sofort für alle Tests, die seit dem 23. November 2020 durchgeführt wurden. Individuelle Regelungen bleiben dem Gesundheitsamt vorbehalten. Dieses Vorgehen ist analog dem in anderen sächsischen Landkreisen und folgt den Empfehlungen des RKI. Kontaktpersonen bleiben aber auch weiterhin für 14 Tage in Quarantäne.

Gegenwärtig sind innerhalb des Landratsamtes 107 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in das Gesundheitsamt abgeordnet. Für die Hotline werden weiterhin Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter akquiriert. Nach wie vor finden – parallel zu Index- und Kontaktermittlung – Schulungen für weitere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter statt.

Auch Ärzte im Ruhestand aus dem Landkreis haben ihre Bereitschaft zur Unterstützung erklärt und werden in den kommenden Tagen in die Prozesse eingebunden. Hilfe erhält das Gesundheitsamt ebenfalls durch Angestellte der AOK, neben den bereits in den vergangenen Wochen aktiven Helfern aus der Fachhochschule, der Landesdirektion, von THW und Bundeswehr.

So sind aktuell 93 Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr im Einsatz. Schwerpunkte bilden dabei Alten- und Pflegeeinrichtungen, dort erfolgt jedoch kein Einsatz im medizinischen Bereich. Als positive Nachricht konnte Ronald Voigt, Amtsleiter des Amtes für Brand-, Katastrophenschutz und Rettungswesen, vermelden, dass die Bundeswehr am 27. November die Unterstützung im Pflegeheim „Schöner Blick“ in Nossen beenden kann.

In den Elblandkliniken sind gegenwärtig noch Intensivbetten frei bzw. könnten weitere Kapazitäten geschaffen werden. „Ein Ausbruchsgeschehen kann die Lage jedoch sofort ändern“, so der Vorstand der Elblandkliniken Frank Ohi. Sorgen bereitet dort unverändert die personelle Situation.

Weitere Informationen

  • Quelle: Landratsamt Meißen - www.kreis-meissen.de

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